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Kreisgruppe Mainz-Bingen

PM vom 14.4.16

BUND: Ein Netzwerk für Wildbienenfreunde - Wildbienenparadiese in Rheinhessen schaffen

Welche Ansprüche stellen Wildbienen an ihren Lebensraum und welche Maßnahmen dienen der Lebensraumverbesserung? Welche Arten profitieren von den so genannten „Wildbienenhotels“ und welche Bedeutung haben Lösshohlwege für die kleinen pelzigen Tiere? Diese und viele andere Fragen wurden auf der zweiten Tagesfortbildung Anfang April über 40 Teilnehmenden im Ortsmuseum in Nackenheim von verschiedenen Fachleuten beantwortet. Im Rahmen des BUND-Projektes „Blühendes Rheinhessen - Farbtupfer für Wildbienen“ engagieren sich zahlreiche ehrenamtliche Wildbienenfreunde aus ganz Rheinhessen in einem Netzwerk, um in Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern und Kommunen den Blütenreichtum und die Lebensraumvielfalt für die kleinen, fleißigen Bestäuberinnen zu fördern.

Biotopbetreuer Hans-Jürgen Dechent und Biologin Enikö Tweraser stellten die Wildkräuter bzw. die typischen Wildbienenarten der Lösshohlwege in Fachvorträgen vor. Die anschließende Exkursion führte zu den Nackenheimer Lösshohlwegen. Unter der fachlichen Leitung von Wildbienenexperte Volker Fockenberg wurden einige Wildbienenarten eingefangen und bestimmt: Die Weiden-Seidenbiene, die sich fast ausschließlich von Weidenpollen ernährt, die Gehörnte Mauerbiene, die an ihrem roten Hinterleib sehr gut zu erkennen ist sowie eine Pelzbienenart, deren Männchen einen schönen weißen „Bart“ besitzen. Die Behausungen dieser Wildbienen werden gerne auch von so genannten Kuckucksbienen genutzt, die ihre Eier in fremde Brutzellen legen, die teilweise schon mit Vorrat und mit fremden Eiern gefüllt sind. Eine Kuckucksbiene der Pelzbiene ist zum Beispiel die Filzbiene, die ebenfalls an diesem schönen Frühlingstag beobachtet werden konnte und mit orangefarbenen Pollen der Gefleckten Taubnessel bedeckt war. Am Schluss bastelten die Teilnehmer sinnvolle Nisthilfen für Wildbienen.

Das Netzwerk aus Wildbienenfreunden dient dem fachlichen Austausch und der Information interessierter Laien. Es soll den Wildbienenschutz in der Region langfristig voranbringen. „Im Landkreis Mainz-Bingen engagieren sich mit fachlicher Unterstützung die Ehrenamtlichen nicht nur in Nackenheim, sondern auch in Hahnheim und in Bingen-Büdesheim in sogenannten Leuchtturmprojekten für die Wildbienen“, freut sich Alexandra Stevens von der BUND Kreisgruppe Mainz-Bingen, die das von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz aus Mitteln der Glücksspirale geförderte Projekt unterstützt.

Weitere Informationen: BUND Rheinland-Pfalz, Tatjana Schneckenburger, wildbienen@bund-rlp.de, Tel. 06131-62706-23, www.blumenwiesen-rlp.de  

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