Kreisgruppe Mainz-Bingen
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Pressemitteilung vom 22. Oktober 2026

Kleine Oase für Wildbienen & Co.
ein wertvoller Lebensraum ist im Tierpark Rheinböllen entstanden

Im März 2026 wurde eine etwa 35 qm große Blühfläche im Tierpark Rheinböllen angelegt. Möglich wurde das Projekt durch eine Spende in Höhe von 2.000 Euro des Lions-Clubs Hunsrück. Initiiert und begleitet wurde das Vorhaben von Melanie Adamik, Wildbienenbotschafterin der BUND-Kreisgruppe Mainz-Bingen in Zusammenarbeit mit dem Tierpark Rheinböllen und dem Lions-Club Hunsrück. Die Firma WUST & Sohn hatte die Erdarbeiten übernommen. Nach Abtragen der Grasnarbe und Vermischen der Erde mit Sand, wurden 100 heimische Pflanzen von der Wildstauden Gärtnerei Strickler eingegraben.

Die Blühfläche hat sich inzwischen prächtig entwickelt. Am 16. Oktober wurde sie offiziell eingeweiht und ein Informationsschild aufgestellt. Damit erhält das Projekt einen sichtbaren Abschluss und zugleich einen wichtigen Platz im Bewusstsein der Parkbesucher*innen. Die neu geschaffene Fläche bietet Wildbienen und anderen Insekten Nahrung und Lebensraum. Gerade angesichts des zunehmenden Verlustes natürlicher Lebensräume sind solche Flächen ein wichtiger Beitrag zum Schutz der heimischen Artenvielfalt. Entscheidend sind dabei geeignete überwiegend heimische Blühpflanzen, die den Insekten über die Saison hinweg Nahrung bieten.

Eine besondere Bedeutung erhält das Projekt durch seinen Standort: Der Tierpark Rheinböllen ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und wird zudem regelmäßig für Veranstaltungen von Unternehmen genutzt. So wird die Blühfläche zu einer anschaulichen Vorzeigefläche, die Naturerlebnis und Umweltbildung miteinander verbindet. Die Parkbesucher*innen können unmittelbar erleben, wie sich mit überschaubarem Aufwand wertvolle Lebensräume schaffen lassen. Direkt gegenüber befindet sich eine Insektennisthilfe mit einem Sandarium. Dieses bietet insbesondere bodennistenden Wildbienen geeignete Bedingungen für den Nestbau. Viele heimische Wildbienenarten legen ihre Nester nicht nur in Holz oder Röhren an, sondern graben ihre Brutzellen in geeignete Bodenstellen. Blühfläche und Sandarium ergänzen sich somit ideal: Die Pflanzen liefern Nahrung, während das Sandarium Möglichkeiten zur Fortpflanzung bietet. 

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie man mit gemeinschaftlichem Engagement und konkreten Maßnahmen mehr Artenvielfalt ermöglichen kann. Mit der finanziellen Hilfe des Lions-Clubs Hunsrück und der ehrenamtlichen Unterstützung der BUND-Wildbienenbotschafterin Melanie Adamik von der Kreisgruppe Mainz-Bingen ist ein Ort entstanden, der nicht nur Insekten zugutekommt, sondern auch viele Menschen für den Schutz unserer heimischen Natur sensibilisieren kann.

Weitere Informationen: BUND Mainz-Bingen, mainz-bingen.bund-rlp.de